Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung 
"Inner Mining / Outer Mining: A global constellation"

am 02. Februar 2024 um 19 Uhr im Künstlerhaus Dortmund (Sunderweg 1)

Teilnehmende Künstler*innen;
CUSS Group
Pia vom Ende
Ângela Ferreira
Katarina Jazbec
Andy Kassier
Christian Kölbl
Johannes Leidenberger
Tokolos Stencil Collectiv
Helena Uambembe
Salvatore Vitale
kuratiert von Julian Volz

Was haben Influencer:innen in den sozialen Medien mit Minenarbeiter:innen in Südafrika und dem Ruhrgebiet gemeinsam? Ist der Mensch im Gegenwartskapitalismus zu einer Art Mine geworden? Mit Fragen wie diesen erkunden die in der Ausstellung vertretenen Künstler:innen Formen des Extraktivismus im 21. Jahrhundert.

Von Diamanten bis zur Steinkohle, von Wolfram bis zu Uran, von Asbest zu den Seltenen Erden: Ohne die Extraktion von Rohstoffen aus der Erde ist weder die Kolonisierung des globalen Südens, noch die sprunghafte Entwicklung der Schwer- und Montanindustrie im Ruhrgebiet und anderen westlichen Metropolen denkbar. Sie gehört zu den kolonialen und umweltzerstörenden Grundpfeilern des Industriekapitalismus. Während die Extraktion von Rohstoffen im globalen Süden und deren Aneignung durch multinationale Unternehmen heute ungebrochen weitergeht, lassen sich in den letzten Jahrzehnten aber auch erweiterte Formen des Extraktivismus beobachten, die sich bis in das Innere des Menschen fortsetzen. In den von der digitalen Ökonomie geprägten Arbeitssphären wird selbst der menschliche Geist und Körper zu einer Art Mine, bei der der Mensch einer ökonomischen Eroberungslogik unterliegt. So werden heute auch seine innere Ressourcen, also etwa seine Träume, Emotionen und Begierden durch Konsum und Arbeit geformt und von Unternehmen angeeignet.

Die Ausstellung Inner Mining / Outer Mining bringt Positionen aus dem südlichen Afrika und Westeuropa zusammen, die sich in ganz unterschiedlichen künstlerischen Formen auf das Phänomen des Extraktivismus beziehen. Diese Nord-Süd-Perspektive und kontinentübergreifende Diskussion über alte und neue Formen der Aneignung der äußeren und inneren Natur, sowie deren Verschränkungen soll diesen Zusammenhang denk- und erfahrbar machen. In der Diskussion dieser beiden Ebenen zeigen sich zudem interessante Parallelen zwischen Südafrika und dem Ruhrgebiet.

Rahmenprogramm:

Filmscreening
Freitag, den 23. Februar
This Is Not a Burial, It's a Resurrection
Regie: Lemohang Jeremiah Mosese
Kino im Dortmunder U (Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund)

Kuratorenführungen
Samstag, den 3. Februar, 16 Uhr
Samstag, den 24. Februar, 16 Uhr
Donnerstag, den 14. März, 16 Uhr


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